Ein Ort der Erinnerung, der Bildung – und der Prävention

Gedenkstätte Riehen für Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges

Im historischen Bahnwärterhaus an der Schweizer Grenze erinnern wir an jene Menschen, die hier Zuflucht suchten – und an jene, die ihnen halfen oder sie abwiesen.
Nächste Veranstaltung
26.08.2026
Andreas Zivy
Vortrag: 'Können wir unsere westlichen Demokratien noch retten?'
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Geschichte des Ortes

Während des Zweiten Weltkriegs war Riehen einer der wenigen Grenzübergänge, an denen jüdische Flüchtlinge versuchten, in die Schweiz zu gelangen. Viele wurden abgewiesen – mit oft tödlichen Folgen. Das Bahnwärterhaus an der Inzlingerstrasse war ein stiller Zeuge dieser tragischen Ereignisse.

1998 wurde die Gedenkstätte eingeweiht, um an die Schicksale der Flüchtlinge zu erinnern und ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit zu setzen. Seither ist sie ein wichtiger Lern- und Erinnerungsort in der Region Basel.

Die Gedenkstätte verbindet historische Aufarbeitung mit der Frage nach heutiger Verantwortung – sie erinnert, ohne anzuklagen, und mahnt zur Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.
Mehr erfahren
Erinnerung
Wir machen Geschichte sichtbar – damit Schicksale nicht vergessen werden. Jeder Name, jede Geschichte zählt.
Verantwortung
Vergangenheit endet nicht im Erinnern. Sie prägt unser Handeln heute und unsere Pflicht, Unrecht zu benennen.
Menschlichkeit
Wir stehen gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung – und für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit.
Was geschehen ist, darf man nicht vergessen, um für die Zukunft dagegen gefeit zu sein.

– Ignatz Bubis
Was geschehen ist, darf man nicht vergessen, um für die Zukunft dagegen gefeit zu sein.

– Ignatz Bubis
Was geschehen ist, darf man nicht vergessen, um für die Zukunft dagegen gefeit zu sein.

– Ignatz Bubis
Was geschehen ist, darf man nicht vergessen, um für die Zukunft dagegen gefeit zu sein.

– Ignatz Bubis
Was geschehen ist, darf man nicht vergessen, um für die Zukunft dagegen gefeit zu sein.

– Ignatz Bubis
1933 - 1938

Erste Flüchtlinge

1938

Verschärfung der Flüchtlingspolitik

1939 - 1941

Kriegsausbruch

13. 08. 1942

Der entscheidende Wendepunkt

Bildungsangebote

Lernen, Erinnern, Handeln
Entdecken Sie unsere Bildungsangebote – von Gruppenführungen bis zu spezialisierten Programmen für Schulen.
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Schulklassen & Jugendgruppen

Speziell konzipierte Führungen für Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren fördernZivilcourage, Empathie und historisches Bewusstsein

«SCHWEIGEN BEDEUTET ZUSTIMMUNG»

Wichtiger als ein umfassender historischer Rückblick sind einzelne authentische Einblicke in
eine schwierige Zeit: Tiefgang statt Oberflächlichkeit.
Die Gedenkstätte dient auch als Lernort für junge Menschen und sie bietet Raum für eine ganz be-
sondere Geschichtsstunde, die inhaltlich nicht rückwärts gewandt ist, sondern auch die Gegenwart
thematisiert. Lehrpersonen können die Gedenkstätte so auch zur Vor-, resp. Nachbesprechung
dieser Themen im Unterricht nutzen, um historische Ereignisse einzuordnen und Brücken zur
Gegenwart zu schlagen. Dabei soll an diesem besonderen Ort auch bewusst gemacht werden,
dass damals «Zivilcourage», also Mut zu zeigen trotz persönlichem Risiko, für viele Einzelschicksale
von Flüchtlingen, eine überlebenswichtige Rolle spielte - zeigt aber auch, warum diese Eigenschaft
heute im Alltag in ­ vielen Situationen für einzelne, aber auch für unsere gesamte Gesellschaft, für
unsere Demokratie, so enorm wichtig ist.

Die jungen Menschen wollen und sollen wissen, worin die Herausforderungen damals bestanden
und nach welchen Messlatten sie ihr Handeln in der Gegenwart ausrichten können, denn viele
Jugendliche sind auf der Suche nach Vorbildern.

Abschliessend können wir Fragen beantworten und diskutieren anhand eines ausgeteilten
«Nachdenk-Blattes» über diese angesprochenen Themen, denn was damals galt, gilt auch heute:

«AN ALLEM UNRECHT DAS GESCHIEHT, IST NICHT NUR DER SCHULD DER ES BEGEHT,
SONDERN AUCH DERJENIGE, DER ES NICHT VERHINDERT»

Dauer der Führung nach Absprache mit der Lehrperson.