Ein offenes Haus für Flüchtlinge
Interview: Ein offenes Haus für Flüchtlinge
Dieses Gespräch mit Giovanni (anonymisiert auf eigenen Wunsch), der direkt gegenüber dem Riehener Polizeiposten aufwuchs, schildert seine Kindheitserinnerungen an das Dorfleben in Riehen während des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum steht seine Mutter, die von der Polizei angerufene Flüchtlinge in ihrem Haus mit Suppe und Wärme versorgte – schätzungsweise über 200 Menschen im Kriegsverlauf. Giovanni erinnert sich zudem an einzelne Flüchtlingsschicksale (etwa einen Mann, der beim Grenzübertritt angeschossen wurde, oder eine Frau, die aus einem fahrenden Zug sprang), an die Bombardierung des Basler Güterbahnhofs, Lebensmittelrationierung und den kindlichen Alltag im grenznahen Riehen.
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