Besser die Hände als der Wille gefesselt

„Besser die Hände als der Wille gefesselt“. Franz Jägerstätter - Kriegsdienstverweigerer aus christlicher Überzeugung. Sonderausstellung 9. Nov. 2015 - 31. Januar 2016 (Pavillon)

Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit dem Referat Kultur der Burgenländischen Landesregierung, Eisenstadt, und der Vereinigung „Niemals Vergessen“, Wien.Der österreichische Landwirt Franz Jägerstätter gehört zu den wenigen Menschen, die nach der Einberufung zur deutschen Wehrmacht den Fahneneid und den Kriegsdienst verweigern. Als überzeugter Gegner der Nationalsozialisten lehnt er jeden Dienst an der Waffe konsequent ab, da er den verbrecherischen Krieg Hitlers nicht unterstützen will. Dabei beruft er sich auf sein Gewissen und seinen Glauben. Franz Jägerstätter wird deshalb vomReichskriegsgericht in Berlin am 6. Juli 1943 wegen 'Zersetzung der Wehrkraft' zum Tode verurteilt und am 9. August 1943 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet.Die Ausstellung, die von dem österreichischen Auslandszivildienstleistenden Peter Liszt mit Unterstützung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet wurde, soll anlässlich des 70. Jahrestags des deutschen Überfallsauf Polen an diesen mutigen Kriegsgegner und Widerstandskämpfer Österreichs erinnern. Sie ist insbesondere für die historisch-politische Bildungsarbeit an Schulen im Burgenland konzipiert.

Referent

Event
Ort
Gedenkstätte Riehen
Datum
September 9, 2015
Türöffnung
Start der Veranstaltung
Ende der Veranstaltung
September 9, 2015
Preis

“Was geschehen ist, darf man nicht vergessen,
um für die Zukunft dagegen gefreit zu sein."

— Ignatz Bubis (1927-1999), Zentralrat der Juden Deutschland